Klausuren
Filtere nach Studienstufe, Rechtsbereich, Quelle und Verfügbarkeit. Jede Filter-Kombination ist als URL teilbar.
Fortgeschrittenenklausur – Strafrecht: Eigentumsdelikte - Alles Käse
Die Klausur behandelt zentrale Problemfelder im Bereich der Eigentumsdelikte, insbesondere im Zusammenhang mit dem Gewaltbegriff und dem Gewahrsam. Ein Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit dem 'vergeistigten' Gewaltbegriff, dem Finale Zusammenhang und der Frage der Gewahrsamsverhältnisse. Zudem wird der Vorsatz und die Zueignungsabsicht, insbesondere der Einsatz von Scheinwaffen als Drohmittel im Sinne der §§ 244, 250 StGB, umfassend thematisiert. Ferner wird die Aneignungsabsicht beim Verzehr des Diebesguts und das Regelbeispiel der Hilflosigkeit behandelt.
Assessorexamensklausur – Strafrecht: Anklageschrift - Familiengeschichten
Die Klausur behandelt schwerpunktmäßig das Beweisverwertungsverbot im Strafverfahren, insbesondere im Zusammenhang mit einer Vernehmung vor Pflichtverteidigerbestellung und der Anwendung von § 252 StPO auf Videoaufnahmen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Ausformulierung eines präzisen Anklagesatzes sowie der Darstellung des wesentlichen Ergebnisses der Ermittlungen. Zudem wird die Vollständigkeit der Verfügung bei einem Einstellungsbescheid geprüft, was für die strafrechtliche Beurteilung zentral ist. Die Aufgaben sind darauf ausgerichtet, die juristische Argumentation und Subsumtionstechnik in diesen Kernbereichen zu überprüfen.
Düstere Zukunft
Der Fall behandelt die strafrechtliche Verantwortlichkeit eines Arztes, der einem Patienten bei dessen freiverantwortlichem Suizid Beihilfe leistet. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Fragen des unechten Unterlassungsdelikts und der unterlassenen Hilfeleistung. Es wird geprüft, wie sich der Arzt nach dem StGB strafbar gemacht haben könnte.
Anfängerklausur – Strafrecht: Rücktritt und Erlaubnistatbestandsirrtum
Die Klausur behandelt zunächst den Maßstab zur Bestimmung des Rücktrittshorizonts im Strafrecht, wobei auch der Umgang mit einem Wechsel zum Körperverletzungsvorsatz erörtert wird. Ein Schwerpunkt liegt auf der umfassenden Analyse des Erlaubnistatbestandsirrtums, insbesondere dessen Lösung und Diskussion. Zudem werden Probleme rund um die mittelbare Täterschaft kraft Irrtumsherrschaft diskutiert. Die Bearbeitung dieser Aspekte steht im Mittelpunkt der Klausur.
Tödliche Langeweile
Im Fall 'Tödliche Langeweile' wird die Strafbarkeit eines Mannes geprüft, der trotz Covid-19-Infektion in Quarantäne seinen Nachbarn und dessen Freundin absichtlich anhustet, sie dadurch nachweislich infiziert und den Tod der geschwächten Freundin verursacht. Schwerpunkte sind Tötungs- und Körperverletzungsdelikte, Fragen des Tötungsvorsatzes und der objektiven Zurechnung.
Corona-Dilemmata
In dieser Zwischenprüfungsklausur im Strafrecht werden verschiedene Problemfelder anhand eines Corona-Triage-Falls im Krankenhaus und einer Auseinandersetzung im Supermarkt abgeprüft. Thematisiert werden insbesondere das Versuchsstadium beim unechten Unterlassungsdelikt im Rahmen knapper Beatmungskapazitäten (Pflichtenkollision), Anstiftung, Notwehrsituationen, Freiheitsberaubung, Nötigung sowie das Verhältnis zwischen Mord und Totschlag. Die Strafbarkeit der beteiligten Personen wird nach dem StGB umfassend geprüft.
Besondere Zeiten – besondere Maßnahmen
Die Klausur behandelt eine Strafsache vor dem Landgericht Hamburg wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Fall thematisiert protokollierte Besonderheiten des Verfahrensablaufs zu Beginn der COVID-19-Pandemie sowie mögliche Revisionsgründe, darunter Befangenheit der Staatsanwältin und Beschränkungen der Öffentlichkeit. Bearbeitet werden sollen die Erfolgsaussichten einer Revision.
* ORIGINAL: "Bauen wie geschmiert
In dieser Revisionsklausur aus der Ersten Juristischen Staatsprüfung am Landgericht Leipzig werden strafrechtliche und strafprozessuale Probleme rund um Bestechung und Untreue im geschäftlichen Verkehr behandelt. Besonderer Fokus liegt auf den Voraussetzungen der Revision, der Einhaltung der Urteilsabsetzungsfrist, der Zeugenaussage unter Verletzung von Belehrungspflichten sowie materiellen Fragen wie Tatmehrheit und Strafzumessung. Der Sachverhalt spielt im Kontext der Vergabe von Bauaufträgen durch den leitenden Angestellten einer Baugesellschaft.
Goldener Schuss
In der Anfängerklausur "Goldener Schuss" geht es um die strafrechtliche Verantwortlichkeit eines Drogendealers, der einem Freund Heroin überlässt und diesen im Notfall nicht rettet. Die Themen eigenverantwortliche Selbstgefährdung, Ingerenz und unterlassene Hilfeleistung werden anhand des klassischen Heroin-Todes-Falls geprüft. Die Bearbeiter sollen insbesondere das Unterlassen und mögliche Strafbarkeit nach StGB sowie § 29 BtMG prüfen.
Fußball unter Nachbarn
Im Fall 'Fußball unter Nachbarn' plant T, aus Hass auf seinen Nachbarn O, diesem durch eine Sprengladung am Auto das Leben zu nehmen. Der Sprengsatz entpuppt sich jedoch als Silvesterknaller, wodurch O nur leicht verletzt wird. Zu prüfen ist insbesondere die Strafbarkeit von T in Bezug auf Tötungs- und Körperverletzungsdelikte, einschließlich Versuch, Irrtum über den Kausalverlauf sowie objektive Zurechnung.
Fortgeschrittenen- und Examensklausur: Ein mitleidiger Einbrecher
Im Mittelpunkt des Falles steht Hubert Hampel (H), der aus dem Haus des Otto Olm (O) Wertgegenstände entwenden will. Während des Einbruchs trifft H auf den bereits getöteten O und bricht sein Vorhaben aus Mitleid ab bzw. verlässt im Abwandlungsfall panikartig das Haus mit einem Laptop, der Thea (T), der Tochter des O, gehört. Zentral sind strafrechtliche Fragen zu Versuch, Rücktritt vom Versuch sowie zur Qualifikation der Tat (§§ 249, 250 StGB), insbesondere im Hinblick auf Raub, Diebstahl und mögliche Rücktrittsvoraussetzungen. In der Abwandlung spielen außerdem Eigentumsverhältnisse am Diebesgut und der ausschließliche Gewahrsam Dritter eine Rolle.
Alkohol, Tritte und ein Handy-Video
Die Klausur behandelt die Strafbarkeit der Personen A, B und C im Zusammenhang mit einer geplanten Tötung, einer Körperverletzung und Handlungen rund um eine Videoaufnahme eines Angriffs. Im Vordergrund stehen die Probleme der alkoholbedingten Schuldunfähigkeit (a.l.i.c.), Garantenstellung bei getrennten Ehegatten sowie die Bewertung von Raub und räuberischer Erpressung, einschließlich Zueignungsabsicht. Es werden die relevanten Tatbestände des allgemeinen und besonderen Teils des StGB geprüft.
Anfängerklausur: Die missglückte Cold-Water-Challenge
Im Mittelpunkt des Falls steht A, der seinem langjährigen Freund F einen Radlader vermietet, dessen Überlastungswarneinrichtung defekt ist. F nutzt das Fahrzeug für eine Cold-Water-Challenge seines Kegelklubs, bei der durch einen Unfall ein Klubmitglied tödlich verletzt wird. Streitig ist insbesondere, ob und inwieweit sich A und F strafbar gemacht haben, insbesondere wegen Fahrlässigkeitsdelikten, unterlassener Hinweis- oder Sorgfaltspflichten sowie Beihilfe. Im abgewandelten Sachverhalt liegt der Schwerpunkt auf der Vorsatztat von F und der möglichen strafrechtlichen Verantwortlichkeit des A als Gehilfe bei einer vorsätzlichen Tötung.
Fortgeschrittenenhausarbeit: Eiskalt
Im Mittelpunkt des Falls steht das Verhalten mehrerer Personen während eines Rettungseinsatzes nach einem Einbruch durch das Eis: Die Schülerin S ignoriert Verbote und bricht in einen zugefrorenen See ein, woraufhin ihre Freundin O beim Rettungsversuch ebenfalls einbricht. Ein Notarzt muss sich in einer Ressourcenknappheitssituation (Triage) entscheiden, wem primär medizinische Hilfe zuteilwird, während eine weitere Person versucht, diese Entscheidung durch ein Bestechungsangebot zu beeinflussen. Zu prüfen sind unter anderem Fragen der Fahrlässigkeit bei Retterfällen, die strafrechtliche Verantwortlichkeit bei rechtfertigender Pflichtenkollision sowie etwaige Korruptionsdelikte.
Kinder des Himmels
Die Klausur thematisiert einen Flugzeugabsturz, bei dem der Pilot Peter aufgrund religiöser Wahnvorstellungen vorsätzlich den Tod der Passagiere herbeiführt. Der Fall prüft insbesondere Tötungs- und Körperverletzungsdelikte, einschließlich Mittäterschaft und psychischer Beihilfe durch eine Sektenkollegin sowie mögliche Körperverletzung durch Ankündigung des Absturzes.
Fortgeschrittenenhausarbeit: Seeteufel à l‘ancienne
Im vorliegenden Fall besucht die Foodbloggerin F das Restaurant von R und bemerkt dort einen Widerspruch zwischen der Speisekarte ("fangfrischer" Fisch) und tatsächlich verwendeter Tiefkühlware. Nach einer Konfrontation droht F dem R implizit mit einem Veröffentlichungsdruck, der zu einer unentgeltlichen Bewirtung führt. Später täuscht R gegenüber seiner Lieferantin L, um an preisgünstigere Ware zu gelangen. Abschließend bittet R seinen Freund A, F zu töten, wobei der Tötungsversuch jedoch scheitert. Die Prüfung umfasst mögliche Straftatbestände bezüglich Betrug, Erpressung, Täuschung und versuchtem Tötungsdelikt nach dem Strafgesetzbuch.
Anfängerklausur: Fatale Fehleinschätzungen
Die Klausur behandelt die strafrechtliche Verantwortung von A und C im Zusammenhang mit zwei tödlichen Vorfällen: Zunächst wird eine Person (O) durch eine Sprengfalle getötet, die C auf Anweisung von A platziert hat, wobei C O mit B verwechselt. Im zweiten Fall tötet C eine weitere Person (X) im Rahmen einer vermeintlichen Nothilfe, nachdem er sich über das Notwehrrecht täuscht. Thematisiert werden Probleme der Irrtumslehre, Mittäterschaft und des Erlaubnistatbestandsirrtums.
Von entwendeten Pfandflaschen und entnervten Verwandten
Die Übungsklausur behandelt den Diebstahl von Pfandflaschen und eine Körperverletzung im Bus sowie prozessuale Themen wie Beweisverwertung und Zeugnisverweigerungsrechte. Der Schwerpunkt liegt auf der Erstellung einer Abschlussverfügung für die Staatsanwaltschaft samt Einstellung, Vermerk und Anklageschrift. Materiell-rechtlich stehen Vermögens- und Eigentumsdelikte sowie das Zeugnisverweigerungsrecht von Angehörigen im Mittelpunkt.
Alles eine Frage der Zurechnung
Die Klausur behandelt zwei Konstellationen, in denen Teilnehmer und Mittäterfragen, Kausalität, Zurechnung und Rücktritt im Strafrecht diskutiert werden. Ein Sachverhalt betrifft eine Studentenfehde um einen Laptop mit Fehler im Ablaufsplan und Umkabelung, der andere Fall geht um einen geplanten Überfall im Bandenrahmen mit unterschiedlichen Beteiligungsgraden und problematischem Rücktrittsversuch. Es sind insbesondere AT-Problematiken wie Aberratio ictus, Mittäterexzess, Gremienentscheidungen und die Versuchs-/Rücktrittsdogmatik zu erörtern.
Anfängerhausarbeit: Eheglück am Valentinstag
A plant, seine Ehefrau F mit Gift zu töten, um mit seiner Geliebten G und dem Schmuck der F ein neues Leben zu beginnen. G überredet A zur Tat, geht aber von einer anderen Vorgehensweise aus, während J als Freund A bei der Beschaffung des Giftes unterstützt, obwohl er von den wahren Absichten weiß. Im Zentrum des Falls stehen das Verhältnis von Totschlag und Mord nach §§ 212, 211 StGB, die Auslegung von Mordmerkmalen, Versuchsbeginn und mittelbare Täterschaft sowie Beihilfe durch berufstypisches Verhalten. Außerdem sind Aspekte des Pflanzenschutzgesetzes zu beachten. Es ist zu prüfen, wie sich A, G und J strafbar gemacht haben könnten.
Fortgeschrittenenklausur: Das Schimmelhaus
Im Fall „Das Schimmelhaus“ steht ein zivilrechtlicher und strafrechtlicher Konflikt um den Verkauf eines schimmelbefallenen Hauses im Mittelpunkt. K erwirbt von H das Haus, ohne von den erheblichen Baumängeln zu wissen, und macht später eine arglistige Täuschung geltend. Es entsteht eine gerichtliche Auseinandersetzung zur Rückabwicklung des Kaufvertrags, beeinflusst durch Zeugenaussagen. Zusätzlich kommt es zu einem Brandanschlag des H, der zur Untersuchung von Straftatbeständen nach dem StGB führt, nachdem dabei ein Feuerwehrmann ums Leben kommt. Zu prüfen sind die strafrechtlichen Verantwortlichkeiten von H, K und S.
Fortgeschrittenenklausur: Spendenbecher
Im Mittelpunkt des Falles steht A, der ein Benefizfestival ohne Entrichtung des Eintrittspreises betritt, indem er sich einen Eintrittsstempel fälscht und unbefugt auf das Gelände gelangt. Dort entwendet er aus versiegelten Spendeneimern eine Vielzahl von Bechern, die als Nachweis für getätigte Spenden dienen, und gibt diese an einer Bar mit einer falschen Behauptung gegen Auszahlung von Geld ab. Die Klausur prüft die Strafbarkeit des A nach dem StGB und fokussiert auf Vermögensdelikte, insbesondere Urkundenfälschung und den Umgang mit den Bechern als möglichem Tatobjekt. Wesentliche rechtliche Schwerpunkte sind das Vorliegen von Täuschungshandlungen und die Zueignungsabsicht im Zusammenhang mit den entnommenen Spendenbechern.
Fortgeschrittenenhausarbeit: Über Umwege zum Ziel
Im Mittelpunkt des Falls steht D, der aus finanziellen Nöten Geld von seinem Konkurrenten K entwendet, indem er mit einem Schlagstock in dessen Gartenhütte eindringt und zwei Geldtaschen stiehlt. Nach seiner erfolgreichen Flucht plant D gemeinsam mit A und B einen weiteren Überfall auf einen Taxifahrer, bei dem sie mittels einer Pistole dessen Tageseinnahmen rauben. Zentral sind die strafrechtlichen Fragen rund um Diebstahl, besonders schwere Diebstahlsfälle, Abgrenzungen zwischen Raub und räuberischer Erpressung sowie die Beteiligungsformen von Täterschaft und Teilnahme. Der Bearbeitervermerk schränkt die zu prüfenden Delikte gemäß StGB gezielt ein.
Eifersucht und Leidenschaft – schlechter Schütze, lange Haft
Die Klausur behandelt einen Fall aus dem Strafrecht, in dem S aus Eifersucht versucht, seinen Rivalen E zu erschießen, jedoch aus Versehen tatsächlich diesen und nicht die anvisierte C trifft und tötet. Im weiteren Verlauf verletzt S C mit einer Kuchengabel, wird daraufhin von C in Notwehr am weiteren Angriff gehindert und selbst verletzt. Zu prüfen ist die Strafbarkeit der Beteiligten, insbesondere bezüglich vorsätzlicher Tötung und Körperverletzung.