Klausur Strafprozessrecht: Pudel und Tagebuch
ZJS 2012, 365 · Strafrecht für Fortgeschrittene
Von Georg Steinberg, Mylène Mathieu, Ricarda Horn
Im Fall wird Theodora (T) vor dem Landgericht wegen Aussetzung mit Todesfolge angeklagt, nachdem ihr bettlägeriger Vater Ottokar (O) tot aufgefunden wurde. Während der Hauptverhandlung belastet ein Zeuge T, nachdem er ihr mit Gewalt gegen ihren Hund drohte und so ein Geständnis erlangte. Zudem wird ein belastender Tagebucheintrag nach richterlicher Durchsuchung und Beschlagnahme verlesen. Rechtlich stehen die Verwertbarkeit erzwungener Aussagen, die Verwertung privater Tagebuchaufzeichnungen in der Hauptverhandlung sowie die Frage eines Verstoßes gegen den Anklagegrundsatz im Mittelpunkt.
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- Mord, § 211 StGBVerdeckungsmord durch Unterlassen
- Mord, § 211 StGBGarantenstellung als besonderes persönliches Merkmal (§ 28 StGB)
- Mord, § 211 StGBReicht auch der bedingte Vorsatz für die Annahme einer Verdeckungsabsicht aus?
- Mord, § 211 StGBVerdeckungsabsicht trotz bereits aufgedeckter Vortat?
- Mord, § 211 StGBUnterlaufen des Koinzidenzprinzips? – Zeitpunkt der Erfüllung von Mordmerkmalen
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